Mietpreisbremse

Mietpreis-Berechnung und Rentabilität einer Immobilieninvestition

Für die Rentabilität einer Immobilieninvestition ist eine gute und einfache Vermietbarkeit zu einem ortsüblichen Mietpreis zwingend erforderlich.

 

Oftmals stellt sich allerdings die Frage nach der korrekten Berechnung des erzielbaren Mietpreises und des damit verbundenen Risikos.

 

Städtische Mietspiegel oder Mietpreisempfehlungen werden teilweise nur von sehr großen Gemeinden und sehr oft unregelmäßig oder unverbindlich herausgegeben.

 

Private Immobilien-Investoren greifen in solchen Fällen auf bekannte Mietangebote aus regionalen Tageszeitungen beziehungsweise Internetportalen zurück oder nutzen den ortsgebundenen Mietspiegel. Institutionelle Anleger nutzen teilweise eigene Datenbanken oder verlassen sich auf extern ermittelte Datensätze.

 

Wie sich neue Gesetzesänderungen wie eine Mietpreisbremse oder ein geändertes Maklergesetz auf die Vermietbarkeit und Rentabilität der Investitionen in Immobilien auswirkt kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht eingeschätzt werden und so stehen speziell Kleinanleger vor der müßigen Entscheidungen der eigenen Risikoeinschätzung.

 

 

Wie kann ein Real erzielbarer Mietpreis eingeschätzt werden?

 

Genau diese Frage sollte sich jeder Investor vor dem Kauf einer Immobilie selber stellen.

– Welchen Mietpreis kann ich jetzt erzielen?

– In welchem Zeitraum muss ich welche Folgeinvestitionen tätigen?

– Wie ist die Nachfrage aktuell und wie wird sich die Nachfrage am Immobilienmarkt in Zukunft ändern?

 

Auf diesen 3 Grundlagen kann eine Einschätzung des erzielbaren Mietpreises generiert werden.

 

 

Wichtig hierzu ist eine überdurchschnittlicher Erfahrungen des Immobilienmarktes, der Ortskenntnis und eine langwierige Beobachtung von Immobilientransaktionen mit Aufzeichnung der Verkaufs und Kaufpreise mit Speicherung der Objektdaten.

 

Private Kleinanleger die nicht auf solch einen großen Datenbestand zurückgreifen können müssen um eine klare Aussage treffen zu können auf einen Experten direkt vor Ort vertrauen.

 

 

Quelle; Titelbild: Sutterstock, ID 181395665, Racorn

Mietpreisbremse, Gericht fällt Urteil und Vermieterin muss Miete zurückzahlen!

Premiere: Erstes Amtsgericht fällt Urteil zur Mietpreisbremse

Das Amtsgericht Lichtenberg hat in einem Streitfall um die Mietpreisbremse ein Urteil gefällt. Damit liegt erstmals ein Urteil eines Berliner Gerichts vor, in dem es um Mietschutz in Gebieten mit einem angespannten Wohnungsmarkt geht.

Die Parteien des Rechtsstreits hatten am 16.10.2015 einen Mietvertrag über die Vermietung einer 73,95 m² großen Wohnung in Berlin-Lichtenberg abgeschlossen. Die Miete hierfür betrug 562,02 Euro was einer Kaltmiete von 7,60 Euro pro m2 entspricht. Die Mieter beanstandeten dies bei der Vermieterin, da die Miete laut Mietpreisbremse um 32,47 Euro monatlich zu hoch sei. Da die Vermieterin sich nicht auf eine niedrigere Miete einließ, erhoben die Mieter Klage und forderten die überhöhten Zahlungen von 227,29 Euro für die Monate November 2015 bis Mai 2016 zurück.

 

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Amtsgericht Lichtenberg, Urteil vom 28.08.2016, Az. 2 C 202/16